Archiv der Kategorie: Wir haben ein Denkmal

110 wir bergen einen Schatz

Wie schon berichtet haben wir unter all den PVC- und Teppichböden alte breite Holzdielen freigelegt. Vor einer Woche waren sie noch mit “Ochsenblut”, Ausgleichsmasse und anderem Zeug verklebt und verschmiert. Die ersten Schleifdurchgänge haben den Maschinen genauso zugesetzt wie unseren Rücken. Aber es lohnt sich. Langsam kommt das “Gold” zu Tage. schleifen schleifen schleifen – versiegeln – fertig :) … auch wenn Micha, der Hauptschleifer ( http://www.altbwert.de/) bei dieser einfachen Betrachtungsweise die Augenbrauen hochzieht.

106 Besuch von Frau Abel und viele Erinnerungen

Osterbesuch von Iris mit ihrer Mutter – natürlich verbunden mit einer Hausführung. Iris kannte den Stand vom Oktober (siehe hier >) und ihre Mama nur Erzählungen. Ein Diaabend mit den ersten Hausfotos hat uns selbst wieder mal gezeigt, was wir in sechs Monaten alles geschafft haben: ausgeräumt, Dach neu, Raumaufteilung neu, Abwasser neu, Elektrik neu, Installation neu, Dämmung neu, Wände neu, Fenster neu. Wir haben ein tolles altes neues Haus :)

Hier eine kleine Auswahl der ersten Bilder:

85 U-Wert Rechner

“Der Wärmedurchgangskoeffizient in der Bauphysik U (auch Wärmedämmwert, U-Wert, früher k-Wert[1]) , in der Verfahrenstechnik und im thermischen Apparatebau k-Wert ist ein Maß für den Wärmestromdurchgang durch eine ein- oder mehrlagige Materialschicht, wenn auf beiden Seiten verschiedene Temperaturen anliegen.” (Wikipedia)

Warum braucht man das? Ein altes Haus muss atmen können. Daher kommen viele Dämmungen nicht in Frage.

Beim U-Wert Rechner (http://www.u-wert.net) von Ralf Plag kann jeder Interessierte seine Werte berechnent. Alex war so begeistert, dass er gleich gespendet hat. “Der U-Wert-Rechner ist ein privates Projekt und unabhängig von der Baustoffindustrie. Sponsoren, die gegen finanzielle Unterstützung Ihre eigenen Baustoffe in den Vordergrund stellen möchten, werden Sie hier nicht finden. Eine Spende – egal in welcher Höhe – hilft, diese Webseite auch in Zukunft zu betreiben.”

Hier unsere WERTE:

82 Ganz neuer Durchblick

Lange haben wir geplant, mit dem Denkmalschutz besprochen, in Ebay nach den originalen Fenstergriffen gesucht. Heute hat die Firma Herr das Musterfenster eingebaut.

“Wir sind spezialisiert auf die fachgerechte Einhaltung der Denkmalschutzrichtlinien im Fensterbau. Lassen Sie Ihr historisches Gebäude im neuen Glanz erstrahlen!” 

und sie haben gehalten, was sie versprochen haben. Der Denkmalschutz hat die Fenster genehmigt und wir sind begeistert :)

Firma Herr, Fenster und Türen

Gelernt: hartnäckig bleiben und keine Kompromisse eingehen. Jetzt haben wir genau die Fenster, die wir wollten.

76 Bestandsaufnahme II – Muster

Eine weitere Blütezeit erfuhr die Schablonentechnik im dekorations- und detailbesessenen 19.Jahrhundert. Nicht nur die Technik, sondern die durch die Technik bedingte abstrahierte Form beherrschte die Wand. Nahezu jede freie Fläche der überladenen historistischen Innenräume wurde mit bis zu fünfzehnschlägigen Schablonen verziert. Im Jugendstil wurde die Schablonenmalerei künstlerisch erneuert und zu neuer Blüte geführt.(Quelle: http://www.baufachinformation.de/denkmalpflege.jsp?md=1988017128106)

Wir versuchen, die Schablonenmuster – oder die Reste derselben – wenigstens fotografisch zu dokumentieren für eine mögliche Neuauflage.

 

75 Befund: ca. 17. Jahrhundert

Erinnert ihr euch noch an das Bad mit dem 15 cm dicken Boden und den Lehmziegeln? => hier hab ich darüber berichtet

Darunter hat sich erstaunliches gezeigt.

Die Bretter des Bodens müssen wegen der Sanitärinstallationen raus. Teile davon sind auch sehr morsch. Auf der Rückseite eines Bodenbrettes zeigt sich Erstaunliches. Eine Malerei. Birgits Befund: ca. 17. Jhd – könnte ein Brett einer Holzdecke gewesen sein, welches wiederverwendet worden ist. Die Zeichnung ist mit Kalkfarbe aufgetragen und gut erhalten. Näheres müßte man unter dem Mikroskop oder im Labor untersuchen. Na wir heben´s erstmal für unser Hausmuseum auf :)

74 Bestandsaufnahme I

Birgit, Diplomrestauratorin, war zu Besuch -  mit dabei Tageslichtlampe, Skalpel, Lupen und jede Menge Pinsel. Wir wollten wissen, welche verschiedenen Schichten an Farbe die Lamperie im Treppenhaus und die alten Türen haben.

Ihr restauratorischer Befund war interressant. Unter einer grauen und einer weißen Schichte hat sie eine Holzimitationsmalerei freigelegt. Dabei werden verschiedene Holzoberflächen, von Hand oder mit Rollen nachgearbeitet. Sehr beliebt in den 50er und 60er Jahren.

Wir werden uns wohl für einen etwas helleren Grauton für die Lamperie und die Türen entscheiden. Die passenden Türklinken ersteigern wir gerade (mühsam) einzeln bei Ebay.

73 Spareinlagen

Leider konnte ich das Jahr der Zeitung nicht mehr feststellen.

65 Kleinvieh macht Mist und Arbeit

Wir stoßen immer wieder auf morsche Balken – nicht schlimm aber aufwändig. Wie beim Karies werden die Stellen freigelegt, das bestehende Material mit einer Speziallösung gefestigt und dann mit “frischem” Holz aufgefüllt.

61 Baustoffe von “früher”

und aktuelle Erkenntnisse.

Das Thema “Wie dämmen wir unsere Wände” beschäftigt uns. Nach dem Einstiegsseminar (Beitrag 56) haben wir weitere Meinungen eingeholt.
20 Experten = 20 Meinungen.
… also Styropor ist out – soviel ist schon festzustellen. Wir werden uns wohl für eine Mischung entscheiden. Außenwände entweder mit Lehmputz und Weichfaserplatten oder Kalkputz mit Schilfmatten – beides gut in Zusammenarbeit mit unserer Infrarotheizung – und Innenwände mit Kalkputz.

PS: und ich will auch mal aufs Bild – als Dokumenteuse hat mans echt schwer …